fbpx

3 Tipps für… die Pneumologie

Mit diesen 3 Tipps möchte Euch Anja für die Pneumologie vorbereiten, habt Ihr Fragen, Feedback oder weitere Tipps?Schreibt sie gerne in die Kommentare.


3 Tipps für die Pneumologie:


Tip 1: Auskultation.
DAS Diagnosetool in der Lungenfachabteilung. Ob Giemen, Fibroseknistern oder Spastik, oder ob auch nix zu hören ist, ihr solltet es richtig einordnen können. Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, z.B. per Video oder Audiosignal, welche man im Internet findet, die akustischen Unterschiede zu hören und zu erlernen. Bei uns ist es ein wichtiger Bestandteil der Visite, quasi ein Helfer zur Einschätzung der klinischen Situation des Patienten. Höre ich z.B. jetzt beidseitiges Rasseln? Das Atemgeräusch ist verschärft im Vergleich zu gestern. Auch Ober – oder Chefärzte haben häufig diese Nachfrage, möglicherweise bei einer Fallvorstellung oder Neuaufnahme.
Das richtige „Einhören“ erfolgt übrigens ganz von allein mit seinem eigenen Stethoskop.

Tip 2: Die Blutgasanalyse.
Vielen auch als SBH = Säure Basen Haushalt bekannt. So einfach und komplex zugleich. Ich weiß, die Analytik ist manchen ein Rätsel. Aber ich kann euch nur ermutigen. Wenn man einmal richtig durchgestiegen ist, kann die BGA wirklich hilfreich in kritischen Situationen sein. Ein grober Überblick reicht zunächst. Eventuelle Vorerkrankungen und ob kapillär oder arteriell abgenommen wurde, sind wichtige Informationen zur Auswertung. Dadurch wird schnell klar, ob akut gehandelt werden muss oder nicht. Vor allem unsere COPDisten bieten extrem abnorme/angepasste pO2 und pCO2 Werte bei klinischer Beschwerdefreiheit. Alle Zahlen und Umrechnungen gibts praktisch zusammengefasst für die Kitteltasche.


Tip 3: Inhalativa.
Häufig erhalten lungenerkrankte Patienten inhalative Therapie. Kurz -, langwirksam, oder auch als Kombination. Leider machen wir häufig die Erfahrung, dass es hierbei viele Fallstricke gibt. Selbst Hausärzte verordnen falsche oder anstimme Medikation. Die Patienten und die Lungenklinik wundern sich dann nicht selten über die nicht wirksame Therapie. Ich gebe zu, die verschiedenen Stufen und Schemas, bei vorrangig Asthma und COPD, weiß ich bis heute nicht auswendig. Also auch hier die Hilfe zur Selbsthilfe in der Kitteltasche. Kleine, übersichtliche Tabellen geben schnell Auskunft, was der Patient braucht bzw. ob die aktuelle Verordnung der Inhalativa optimal und sinnhaft ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.