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Abroad mit Leya im Auslandssemester

Auslandssemester Physician Assistant

Eine Physician Assistant Studentin im Auslandssemester. Wir sprechen heute mit Leya. Sie hat sich für ein Auslandssemester in der Schweiz entschieden. In den folgenden Wochen wird sie auf PA Blog öfter von ihrem Einsatz berichten.

#abroadmitleya

Hey ich bin Leya, 21 Jahre alt und studiere im 7 Semester Physician Assistance an der Carl Remigius Medical School in Frankfurt am Main.

Was ist deine Motivation für ein Auslandssemester?

Ich wollte schon immer mal Zeit im Ausland verbringen um einfach mehr von der Welt zu sehen. Da in meinem Studium ein Auslandssemester nicht möglich ist, war das lange Praktikum im 7 Semester die perfekte Gelegenheit dafür.

Gerade wegen der Pandemie wird die Planung eines Auslandsaufenthaltes außerhalb der EU momentan sehr erschwert. Zudem hatte ich keine Zeit eine neue Sprache auf medizinischem Level zu erlernen. Daher hat sich die Schweiz sehr gut für mein Vorhaben angeboten. Dort wo ich bin (Basel) spricht man deutsch, daher musste ich mir keine Sorgen über die sprachliche Barriere machen. Ein weiterer Punkt, welcher für die Schweiz spricht ist die Bezahlung: hier wird jeder Praktikant/Famulant oder PJler bezahlt. An den meisten Orten kann man mit mindestens 800€ rechnen bis hin zu 1700€ pro Monat.

Dafür wird man als festes Mitglied des Teams und wie ein Vollzeit-Mitarbeiter gesehen, d.h. man muss seine Zeiten Stempeln und kann nicht (wie man es sonst gewohnt ist) einfach früher gehen. Man hat seine zugeteilten Aufgaben und muss dann auch da bleiben bis diese erledigt sind.

Weitere Gründe waren die positiven Berichte von anderen Famulanten/ PJler über die angenehme Atmosphäre in den Kliniken. Schon jetzt merke ich wie anders die Stimmung auf Station ist: die Menschen sind offener und gesprächiger, die Hierarchien sind abgeflachter als in Deutschland und die Oberärzte reden mit einem auch über das Privatleben.

Wie hast du die Planung angegangen und hattest du Unterstützung? 

Die Planung habe ich komplett eigenständig übernommen, nachdem ich den Entschluss gefasst habe in die Schweiz zu gehen. Da dieser erst so „spät“ kam (ca 1 Jahr), konnte ich keine zu hohen Erwartungen stellen. Dies bestätigte sich leider auch, da ich fast überall eine Absage bekommen habe. Hier bewirbt man sich meist schon 2-3 Jahre vorher, um an seinem Wunschkrankenhaus angenommen zu werden. Nichtsdestotrotz habe ich fleißig Bewerbungen mit einem Motivationsschreiben, Lebenslauf, Studienbescheinigung und Kopie des Personalausweises an verschiedene Krankenhäuser geschickt. Dann kam auch die Zusage für Basel, eine Stadt die eh zu meinen Favoriten zählte. Nachdem alles unter Dach und Fach war habe ich die Studiendekanin mit einer kurzen Email in Kenntnis darüber gesetzt und von ihr gab es dann auch direkt das Go.

Wann und wie kam der Kontakt zum Krankenhaus zu Stande?

Ich habe zuerst Kontakt mit der Chefarztsekretärin aufgenommen. Ihr habe ich meine Bewerbungsunterlagen via Email zukommen lassen und nach 1 Woche gab es dann die Zusage. Daraufhin hat sie mir den Arbeitsvertrag und Informationen zu den Personalunterkünften zugeschickt. Sie hat sich dann um meine Unfallversicherung sowie Meldebescheinigungen gekümmert. Das einzige was ich dann noch machen musste war eine Personalunterkunft anzufragen. Diese wurde mir dann auch zeitnah bewilligt.

Obwohl es in dem Haus noch keine PAs gab, verlief meine Anstellung problemlos. Ich wurde dann – wie die Medizinstudenten – als sogenannte „Unterassistentin“ eingestellt.

Es gab ja sicher auch Probleme? Welche waren das und wie konnten diese gelöst werden? 

Im Gegensatz zu Deutschland verlief die ganze Organisation reibungslos. Am ersten Tag wurde mir ein anderer Unterassistent zur Seite gestellt, der mir bei der Beschaffung aller Unterlagen behilflich war und mich in die Abläufe der Station einarbeitete. Das einzige was mich ein wenig überrascht hat war, dass die Oberärzte auf Station gar nicht wussten, dass ich keine Medizinstudentin war sondern PA-Studentin. Nachdem ich ihnen erklärt habe was ein PA ist und machen darf, waren sie demgegenüber aufgeschlossen und mein Arbeitsalltag blieb unverändert.

Wann beginnt dein Auslandssemster als Physician Assistant?

Ich befinde mich mittlerweile schon in meiner zweiten Woche und habe viele spannende Einblicke gesammelt, die ich bald auf dem Kanal mit euch teilen werde.

… dann sind wir schon gespannt, was Du uns bei deinem nächsten Blogpost von den ersten Wochen berichtest. 

Wir wünschen dir viel Spaß in der Schweiz!

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